Staat soll Kiffer-Steuer erheben
Die Schweizer
kiffen, was das Zeug hält. Die Händler machen jährlich rund eine
Milliarde Franken Umsatz. Präventivmediziner und Nationalrat Prof. F.
Gutzwiller macht den Vorschlag, eine Hanfsteuer zu erheben, damit der
Staat mitverdienen kann. Die Legalisierung des Hanfkonsums muss zuerst
noch beim Parlament durchgebracht werden. Die erwarteten
Steuereinnahmen beliefen sich somit auf 150 bis 200 Millionen Franken.
Der gesamte Gewinn soll zweckgebunden für die Drogenprävention des
Bundes eingesetzt werden. (Sonntags Blick, 14.7.)
Die Tabaklobby befürchtet ein landesweites Werbeverbot
Die
Werbebranche ist konsterniert: Das vom Kanton Genf erlassene
Plakatverbot für Tabak und Alkohol ist vom Bundesgericht gestützt
worden. Die Zahl der jugendlichen Raucher in der Schweiz nimmt laufend
zu. Um den Zigarettenverkauf anzukurbeln, buttert die Tabakindustrie
jedes Jahr rund 70 Millionen Franken in Werbung. Weiter 50 Millionen
fliessen in Sponsoring und Event-Marketing. Die Tabakmultis investieren
73 Prozent ihrer Werbung in Plakate und nun fürchtet sich die Industrie
vor weiteren Einschränkungen. (Cash, 19.7.)
Antitabak-Konvention veröffentlicht
Die
Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in Genf einen Textentwurf für die
Anti-Tabak Konvention veröffentlicht. Der Text soll als Grundlage für
die weiteren Verhandlungen dienen. Dieser Text umfasst unter anderem
Themen wie Tabakwerbung, Sponsoring, illegaler Handel, internationale
Zusammenarbeit sowie finanzielle Ressourcen. Die Beteiligten sind
optimistisch, dass die Konvention im Mai 2003 von der
WHO-Jahreskonferenz verabschiedet wird, danach muss sie von mindestens
30 Ländern ratifiziert werden. (sda, 16.7., le Journal du Jura, NZZ,
17.7.)
Werbespot schockiert Frankreich: Todeskampf eines Rauchers im TV
Ein
extremer Anti-Tabak-Werbespot sorgt derzeit für Aufregung in
Frankreich. Die Kampagne zeigt unschöne Bilder vom Todeskampf eines
Rauchers. „Dieser Mann hat nur noch fünf Tage zu leben“ heisst es im
Spot über einen 49-Jährigen, der nur noch 39 Kilogramm wiegt. In der
Presse stiess die Kampagne auf Verständnis. „Junge Raucher müssen
verstehen, dass Zigaretten den Tod näher bringen“. In Frankreich
sterben etwa 60'000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums. Dabei
liegt das Durchschnittsalter der ersten Zigarette bei etwa 14 Jahren.
(sda, AWP-News, télé top Matin, Le Matin, Txt, 23.7 Die Südostschweiz,
Basler Zeitung, NZZ, Tages Anzeiger, 24.7.)
Light-Zigaretten genauso schädlich
Mancher
Raucher glaubt, er könne mit dem Griff zur Light-Zigarette sein Risiko
an Lungenkrebs zu erkranken, senken. Dahinter steckt die Theorie, beim
Rauchen von im Nikotingehalt reduzierten Zigaretten atme man weniger
Nikotin und Teer ein. Langjährige Studien in den USA zeigen jedoch,
dass diese Rechnung nicht aufgeht, denn die Lungenkrebsrate steigt
weiter an. Eine Erklärung liegt darin, dass durchschnittliche Raucher
einfach mehr leichte Zigaretten rauchen, um die Nikotinaufnahme
konstant zu halten. Oder aber sie ziehen stärker an der Zigarette.
(Readers Digest, 1.7.)
Rauchfreie Arbeitsplätze ermutigen Raucher, ihre Sucht aufzugeben oder zumindest ihren Zigarettenkonsum einzuschränken. Zu diesem Schluss kamen amerikanische Forscher nach der Analyse von 26 Studien zu diesem Thema. Wie die Wissenschafter von der Universität von Kalifornien in San Francisco berichten, geben rund vier Prozent der Raucher das Qualmen auf, wenn sie am Arbeitsplatz nicht mehr rauchen dürfen. (AWP-News, 26.7.)
< zurück

