Tabak-Kurznachrichten Januar 2002
Nichtraucher im Vorteil
Mit der einjährigen Todesfallrisikopolice kann Prämiengeld gespart werden. Nichtraucher werden mit günstigen Angeboten verwöhnt. Die Bilanz hat bei verschiedenen Versicherungsanbieter eine Umfrage gestartet. (Bilanz, 1.1.02)
Rauchfreie Luft ist ein Menschenrecht
Noch gibt es nicht überall Nichtraucherzonen. Blick-Leser bemängeln die schlechte Luft in Bahnhofbuffets. Blick lanciert eine Umfrage bei seinen LeserInnen, ob Bahnhofbuffets rauchfrei werden sollten. (Blick 3.1.02, 8.1.02)
Krankenkassen wollen Tabakgelder
Die Raucher sollen zumindest einen Teil ihrer Gesundheitskosten via Tabaksteuer selber bezahlen. Rauchen schadet nicht nur der Gesundheit, es belastet auch die Prämienzahler. Sie alle werden zur Kasse gebeten, wenn ein Raucher an Asthma, Krebs oder Herzkomplikationen leidet. (Tages Anzeiger 5.1.02)
Schweiz: Eldorado für Zigarettenschmuggel
Die Schweiz ist für die Zigarettenschmuggler aus dem Ausland ein leichtes Pflaster. Der Tatbestand ist nicht strafbar. Sie gründen Scheinfirmen, um zu einer Aufenthaltsbewilligung zu kommen. Diese sollten genauer unter die Lupe genommen werden. (sda 9.1.02)
Werben wirkt wirklich
Laut einer englischen Umfrage bei Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren, ist der Zigarettenkonsum Jugendlicher mit der Einwirkung und Wahrnehmung von Tabakwerbung im Alltag deutlich assoziiert. (Praxis-Depesche, 30.11.)
Tabakindustrie findet neue Werbewege
Camelproduzent R.J. Reynolds sucht neue Wege, um an ihre KonsumentInnen zu gelangen. Neuerdings offerieren sie unter der Marke Camel im Internet Produkte wie PCs an. (Le Temps 3.1.02)
Agaressive Bildwerbung auf Zigarettenpackungen schockiert
Werbung mit schockierenden Bildern auf Zigarettenpackungen scheint ihre Wirkung zu zeigen. Dies geht aus einer Studie der Kanadischen Krebsgesellschaft hervor. So sollen die Warnungen 44 Prozent der RaucherInnen zur Teilnahme an Anti-Raucherprogrammen veranlasst haben. Gemäss EU-Richtlinien sollen ähnliche Bildwarnungen auch in Europa Einzug halten. (persönlich 10.1.02)
Gefährliche Antirauch-Pille
Das Pharmaunternehmen Glaxo Wellcome nimmt Stellung zur Anklage, dass in England 51 Menschen auf Grund der Nebenwirkung der Antirauch-Pille Zyban gestorben seien. Die genauen Ursachen der Todesfälle seien nicht geklärt, es könnten auch schlechte gesundheitliche Zustände der Verstorbenen Ursache der Todesfälle gewesen sein. (L’Inchiesta, 29.12.01)
Rauchen macht Kinder zuckerkrank
Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft rauchen, haben ein höheres Risiko, später im Leben unter Diabetes und Fettleibigkeit zu erkranken. Dies ergab eine schwedische Studie. (Sonntagszeitung 6.1.02)
Passivrauchen bewirkt vermehrt Erkältungen
Auch Erwachsene leiden unter gesundheitlichen Beschwerden, ausgelöst durch Passivrauchen. Wer regelmässig unfreiwillig Tabakrauch einatmet, erkrankt häufiger. Am stärksten nimmt das durchschnittliche Risiko für schwere Erkältungen zu. (Prättiggauer 8.1.02)
Dazugehören – auch ohne Qualm
Rauchen unter Schulkindern nimmt drastisch zu. Seit 15 Jahren hat sich die Zahl rauchender Jugendlichen nahezu verdoppelt (Studie SFA). Die meisten rauchen, weil ihre Kollegen ebenfalls rauchen. Um die Jugendlichen rechtzeitig anzusprechen, muss man sie aufklären, bevor die erste Zigarette angezündet ist. Ermutigend ist das Beispiel aus dem Wettbewerb Experiment Nichtrauchen. Bücher für Eltern gibt es im Verlag pro Juventute und Fischer Taschenbuch. (Wir Eltern 1.1.02)
Gut vorbereitet ist halb gewonnen
Wer nach Neujahr den Ausstieg nicht geschafft hat, besitzt mit dem Entwöhnungsprogramm «Stop-tabac» gute Chancen beim zweiten Anlauf. Informationen findet man unter www.stop-tabac.ch, Auskunft erteilt das Rauchertelefon 0848 88 77 88. (Prättiggauer, St. Galler Tagblatt, Appenzeller Zeitung 12.01.02)
Schlanke Nichtraucher gesucht
Providentia, die Tochtergesellschaft der Mobiliar Versicherung lanciert die neue Todesfallversicherung ProviLife Topfit. Es ist der günstigste Tarif auf dem Markt, der aber nur für Nichtraucher bestimmt ist, die vorweisen können, dass ihr Gewicht und ihre Blutdruckwerte in den medizinischen Normen liegen. (Cash Invest, 25.1.2002)
Beratung und rauchende Köpfe
Die Sucht- und Drogenberatung in Thurgau soll reorganisiert und um die Gesundheits-förderung erweitert werden. Der Kanton möchte diese Aufgaben den regionalen Sucht- und Drogenberatungsstellen mit den Gemeinde-Zweckeverbänden als Trägerschaft zuteilen. Damit die Fachstellen diese Funktion effizient erfüllen können, drängt der Kanton auf grössere und professioneller agierende Institutionen. So sollen die Zweckverbände in Thurgau von fünf auf drei gesenkt werden. Die kleinen Zweckverbände wehren sich. Die Vorlage befindet sich in der Vernehmlassung. (Thurgauer Zeitung, 23.01.2002)
Rauchstopp: Gut vorbereitet ist halb gewonnen
Mit dem Entwöhnungsprogramm «Stopp-tabac» haben Rauchende 2.6-mal grössere Chance, nach sieben Monaten rauchfrei zu leben, erklärt die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention. Das Entwöhnungsprogramm lässt sich im Internet kostenlos herunterladen. (Andelfinger Zeitung, 18.01.2002)
Mit Beratungs-Modulen gegen das Rauchen
Die Berner Gesundheit lanciert an der Gesundheitsmesse 2002 ihr neuestes Angebot «Finito». «Finito» ist eine zeitgemässe Rauchberatung für Leute, die mit dem Rauchen aufhören möchten – und es bis anhin nicht geschafft haben. Es ist kein fixes Programm, sondern besteht aus verschiedenen Beratungs-Modulen mit unterschiedlich intensiver Begleitung. (Der Unter-Emmentaler, 17.01.2002)
Krankenhäuser sollen Raucher entwöhnen
Rauchende Patienten, die zur Nikotin-Entwöhnung die Unterstützung vom Krankenhaus erhalten, sind doppelt so erfolgreich wie solche, die sich den Griff zur Zigarette selbst abgewöhnen wollen. Das fanden Wissenschaftler der Universität Oxford heraus. (Pressetext Austria, 22.01.2002)
Jugendliche machen mit bei Werbeaktionen für Zigaretten
15- bis 16-jährige beachten ganz bewusst Aktionen zur Verkaufsförderung von Tabakwaren. Den Nachweis liefert eine repräsentative Umfrage aus Grossbritanien. Gemäss der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention gewinnen Verkaufsaktionen zusehends an Gewicht. (Andelfinger Zeitung, 18.01.2002)
Aufgeschreckt
Die schockierenden Bilder, die seit einem Jahr auf kanadischen Zigarettenschachteln prangen, zeigen Wirkung. Die Canadian Cancer Society berichtet, dass 43% der Raucher seit der Verordnung mehr über die Gesundheitsfolgen ihrer Sucht nachdenken. Nun will die EU solche Warnbilder per Richtlinie ermöglichen.
WHO mit Sport-Events gegen Tabak-Konsum
Im Zuge ihrer intensiven Public-Affairs-Aktivitäten ist es der WHO gelungen, die einflussreichsten Sportverbände (International Olymic Committee, Féderation Internationale de l’automobile Association und der Weltverband FIFA) für die Kampagne «Tobacco Free Sports» zu gewinnen. Die Kampagne will weltweit jegliche Tabak-Werbung, -Promotion und Sponsoringaktivitäten aus dem Sport verbannen. Der Startschuss zur Kampagne fällt im Februar anlässlich der Olympischen Winterspielen in Salt Lake City. (PR-Report, 14.12.2001)
Essprobleme verstärken Griff zur Zigarette
Junge Mädchen, die sich als übergewichtig wahrnehmen, rauchen auch häufiger als solche ohne Gewichtsprobleme. Dies zeigt eine Studie der Schweizerischen Fachstelle für Alkoholprobleme (SFA). Rauchen als Mittel zur Gewichtsreduzierung sei ein riskanter Irrtum betonen Fachleute. (Aargauer Zeitung, 25.1.02, Basler Zeitung, 19.01.2002, Die Südostschweiz, 18.01.2002, TXT TSI, 18.01.02, sda, 17.01.2002)
Sportler Droge SNUS
Mundtabak ist bei Spitzensportler beliebt. Jeder dritte Eishockey-Profi steckt sich Snus unter die Lippen. Auch immer mehr Junioren nehmen diese hochdosierte und gefährliche Nikotin-Bombe. Die Tabakkonzentration bei Snus ist dieselbe, wie wenn jemand 3 Zigaretten auf einmal rauchen würden und die Abhängigkeit ist mit Morphium vergleichbar. Snus schädigt Zähne und Zahnfleisch sowie Schleimhäute in Mund und Rachen. Das Risiko für Krebsgeschwüre an Gaumen und Zunge steigt um ein Vielfaches. (Puls Online, 21.01.2002, Blick, 21.01.2002, Teletext, 19.01.2002)
Trügerische Euphorie
Nikotin bewirkt eine Abhängigkeit, die ebenso gross ist wie jene von harten Drogen. Und die Zahl der Raucher/innen nimmt ständig zu. In der Schweiz sterben täglich 22 Personen an den Folgen des Tabakrauches. Das sind zweimal mehr als alle Todesfälle durch Verkehrsunfälle, Selbsmord, Mord, harte Drogen und Aids zusammen. Für eine Entwöhnung muss mit 3 bis 6 Monaten gerechnet werden, da Nikotin eine vergleichbare Abhängigkeite wie Heroin oder Kokain hat. (Biel/Bienne, 16.01.2002)
Früherkennung: Zahnärzte gefordert
In der Schweiz sterben jährlich rund 400 Menschen an Mundhöhlenkrebs, weil Tumoren an Zunge, Gaumen oder Kiefer oft zu spät entdeckt werden. Gefordert sind hier vor allem Zahnärzte in der Privatpraxis. Risikogruppen: vor allem starke Raucher und Alkoholkonsumenten. (saldo, 16.01.2002)
Fonds gegen Rauch
Die Post belohnt ab dem laufenden Lehrjahr jeden Lehrling, der nicht raucht, mit einem Fondsanteil von 150 Franken. Dieser Beitrag wird den Lehrlingen halbjährlich gutgeschrieben und am Ende der Lehrzeit ausbezahlt. Bei einer 4-jährigen Lehrzeit sind das 1'200 Franken. (saldo, 16.01.2002)
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Mit der einjährigen Todesfallrisikopolice kann Prämiengeld gespart werden. Nichtraucher werden mit günstigen Angeboten verwöhnt. Die Bilanz hat bei verschiedenen Versicherungsanbieter eine Umfrage gestartet. (Bilanz, 1.1.02)
Rauchfreie Luft ist ein Menschenrecht
Noch gibt es nicht überall Nichtraucherzonen. Blick-Leser bemängeln die schlechte Luft in Bahnhofbuffets. Blick lanciert eine Umfrage bei seinen LeserInnen, ob Bahnhofbuffets rauchfrei werden sollten. (Blick 3.1.02, 8.1.02)
Krankenkassen wollen Tabakgelder
Die Raucher sollen zumindest einen Teil ihrer Gesundheitskosten via Tabaksteuer selber bezahlen. Rauchen schadet nicht nur der Gesundheit, es belastet auch die Prämienzahler. Sie alle werden zur Kasse gebeten, wenn ein Raucher an Asthma, Krebs oder Herzkomplikationen leidet. (Tages Anzeiger 5.1.02)
Schweiz: Eldorado für Zigarettenschmuggel
Die Schweiz ist für die Zigarettenschmuggler aus dem Ausland ein leichtes Pflaster. Der Tatbestand ist nicht strafbar. Sie gründen Scheinfirmen, um zu einer Aufenthaltsbewilligung zu kommen. Diese sollten genauer unter die Lupe genommen werden. (sda 9.1.02)
Werben wirkt wirklich
Laut einer englischen Umfrage bei Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren, ist der Zigarettenkonsum Jugendlicher mit der Einwirkung und Wahrnehmung von Tabakwerbung im Alltag deutlich assoziiert. (Praxis-Depesche, 30.11.)
Tabakindustrie findet neue Werbewege
Camelproduzent R.J. Reynolds sucht neue Wege, um an ihre KonsumentInnen zu gelangen. Neuerdings offerieren sie unter der Marke Camel im Internet Produkte wie PCs an. (Le Temps 3.1.02)
Agaressive Bildwerbung auf Zigarettenpackungen schockiert
Werbung mit schockierenden Bildern auf Zigarettenpackungen scheint ihre Wirkung zu zeigen. Dies geht aus einer Studie der Kanadischen Krebsgesellschaft hervor. So sollen die Warnungen 44 Prozent der RaucherInnen zur Teilnahme an Anti-Raucherprogrammen veranlasst haben. Gemäss EU-Richtlinien sollen ähnliche Bildwarnungen auch in Europa Einzug halten. (persönlich 10.1.02)
Gefährliche Antirauch-Pille
Das Pharmaunternehmen Glaxo Wellcome nimmt Stellung zur Anklage, dass in England 51 Menschen auf Grund der Nebenwirkung der Antirauch-Pille Zyban gestorben seien. Die genauen Ursachen der Todesfälle seien nicht geklärt, es könnten auch schlechte gesundheitliche Zustände der Verstorbenen Ursache der Todesfälle gewesen sein. (L’Inchiesta, 29.12.01)
Rauchen macht Kinder zuckerkrank
Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft rauchen, haben ein höheres Risiko, später im Leben unter Diabetes und Fettleibigkeit zu erkranken. Dies ergab eine schwedische Studie. (Sonntagszeitung 6.1.02)
Passivrauchen bewirkt vermehrt Erkältungen
Auch Erwachsene leiden unter gesundheitlichen Beschwerden, ausgelöst durch Passivrauchen. Wer regelmässig unfreiwillig Tabakrauch einatmet, erkrankt häufiger. Am stärksten nimmt das durchschnittliche Risiko für schwere Erkältungen zu. (Prättiggauer 8.1.02)
Dazugehören – auch ohne Qualm
Rauchen unter Schulkindern nimmt drastisch zu. Seit 15 Jahren hat sich die Zahl rauchender Jugendlichen nahezu verdoppelt (Studie SFA). Die meisten rauchen, weil ihre Kollegen ebenfalls rauchen. Um die Jugendlichen rechtzeitig anzusprechen, muss man sie aufklären, bevor die erste Zigarette angezündet ist. Ermutigend ist das Beispiel aus dem Wettbewerb Experiment Nichtrauchen. Bücher für Eltern gibt es im Verlag pro Juventute und Fischer Taschenbuch. (Wir Eltern 1.1.02)
Gut vorbereitet ist halb gewonnen
Wer nach Neujahr den Ausstieg nicht geschafft hat, besitzt mit dem Entwöhnungsprogramm «Stop-tabac» gute Chancen beim zweiten Anlauf. Informationen findet man unter www.stop-tabac.ch, Auskunft erteilt das Rauchertelefon 0848 88 77 88. (Prättiggauer, St. Galler Tagblatt, Appenzeller Zeitung 12.01.02)
Schlanke Nichtraucher gesucht
Providentia, die Tochtergesellschaft der Mobiliar Versicherung lanciert die neue Todesfallversicherung ProviLife Topfit. Es ist der günstigste Tarif auf dem Markt, der aber nur für Nichtraucher bestimmt ist, die vorweisen können, dass ihr Gewicht und ihre Blutdruckwerte in den medizinischen Normen liegen. (Cash Invest, 25.1.2002)
Beratung und rauchende Köpfe
Die Sucht- und Drogenberatung in Thurgau soll reorganisiert und um die Gesundheits-förderung erweitert werden. Der Kanton möchte diese Aufgaben den regionalen Sucht- und Drogenberatungsstellen mit den Gemeinde-Zweckeverbänden als Trägerschaft zuteilen. Damit die Fachstellen diese Funktion effizient erfüllen können, drängt der Kanton auf grössere und professioneller agierende Institutionen. So sollen die Zweckverbände in Thurgau von fünf auf drei gesenkt werden. Die kleinen Zweckverbände wehren sich. Die Vorlage befindet sich in der Vernehmlassung. (Thurgauer Zeitung, 23.01.2002)
Rauchstopp: Gut vorbereitet ist halb gewonnen
Mit dem Entwöhnungsprogramm «Stopp-tabac» haben Rauchende 2.6-mal grössere Chance, nach sieben Monaten rauchfrei zu leben, erklärt die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention. Das Entwöhnungsprogramm lässt sich im Internet kostenlos herunterladen. (Andelfinger Zeitung, 18.01.2002)
Mit Beratungs-Modulen gegen das Rauchen
Die Berner Gesundheit lanciert an der Gesundheitsmesse 2002 ihr neuestes Angebot «Finito». «Finito» ist eine zeitgemässe Rauchberatung für Leute, die mit dem Rauchen aufhören möchten – und es bis anhin nicht geschafft haben. Es ist kein fixes Programm, sondern besteht aus verschiedenen Beratungs-Modulen mit unterschiedlich intensiver Begleitung. (Der Unter-Emmentaler, 17.01.2002)
Krankenhäuser sollen Raucher entwöhnen
Rauchende Patienten, die zur Nikotin-Entwöhnung die Unterstützung vom Krankenhaus erhalten, sind doppelt so erfolgreich wie solche, die sich den Griff zur Zigarette selbst abgewöhnen wollen. Das fanden Wissenschaftler der Universität Oxford heraus. (Pressetext Austria, 22.01.2002)
Jugendliche machen mit bei Werbeaktionen für Zigaretten
15- bis 16-jährige beachten ganz bewusst Aktionen zur Verkaufsförderung von Tabakwaren. Den Nachweis liefert eine repräsentative Umfrage aus Grossbritanien. Gemäss der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention gewinnen Verkaufsaktionen zusehends an Gewicht. (Andelfinger Zeitung, 18.01.2002)
Aufgeschreckt
Die schockierenden Bilder, die seit einem Jahr auf kanadischen Zigarettenschachteln prangen, zeigen Wirkung. Die Canadian Cancer Society berichtet, dass 43% der Raucher seit der Verordnung mehr über die Gesundheitsfolgen ihrer Sucht nachdenken. Nun will die EU solche Warnbilder per Richtlinie ermöglichen.
WHO mit Sport-Events gegen Tabak-Konsum
Im Zuge ihrer intensiven Public-Affairs-Aktivitäten ist es der WHO gelungen, die einflussreichsten Sportverbände (International Olymic Committee, Féderation Internationale de l’automobile Association und der Weltverband FIFA) für die Kampagne «Tobacco Free Sports» zu gewinnen. Die Kampagne will weltweit jegliche Tabak-Werbung, -Promotion und Sponsoringaktivitäten aus dem Sport verbannen. Der Startschuss zur Kampagne fällt im Februar anlässlich der Olympischen Winterspielen in Salt Lake City. (PR-Report, 14.12.2001)
Essprobleme verstärken Griff zur Zigarette
Junge Mädchen, die sich als übergewichtig wahrnehmen, rauchen auch häufiger als solche ohne Gewichtsprobleme. Dies zeigt eine Studie der Schweizerischen Fachstelle für Alkoholprobleme (SFA). Rauchen als Mittel zur Gewichtsreduzierung sei ein riskanter Irrtum betonen Fachleute. (Aargauer Zeitung, 25.1.02, Basler Zeitung, 19.01.2002, Die Südostschweiz, 18.01.2002, TXT TSI, 18.01.02, sda, 17.01.2002)
Sportler Droge SNUS
Mundtabak ist bei Spitzensportler beliebt. Jeder dritte Eishockey-Profi steckt sich Snus unter die Lippen. Auch immer mehr Junioren nehmen diese hochdosierte und gefährliche Nikotin-Bombe. Die Tabakkonzentration bei Snus ist dieselbe, wie wenn jemand 3 Zigaretten auf einmal rauchen würden und die Abhängigkeit ist mit Morphium vergleichbar. Snus schädigt Zähne und Zahnfleisch sowie Schleimhäute in Mund und Rachen. Das Risiko für Krebsgeschwüre an Gaumen und Zunge steigt um ein Vielfaches. (Puls Online, 21.01.2002, Blick, 21.01.2002, Teletext, 19.01.2002)
Trügerische Euphorie
Nikotin bewirkt eine Abhängigkeit, die ebenso gross ist wie jene von harten Drogen. Und die Zahl der Raucher/innen nimmt ständig zu. In der Schweiz sterben täglich 22 Personen an den Folgen des Tabakrauches. Das sind zweimal mehr als alle Todesfälle durch Verkehrsunfälle, Selbsmord, Mord, harte Drogen und Aids zusammen. Für eine Entwöhnung muss mit 3 bis 6 Monaten gerechnet werden, da Nikotin eine vergleichbare Abhängigkeite wie Heroin oder Kokain hat. (Biel/Bienne, 16.01.2002)
Früherkennung: Zahnärzte gefordert
In der Schweiz sterben jährlich rund 400 Menschen an Mundhöhlenkrebs, weil Tumoren an Zunge, Gaumen oder Kiefer oft zu spät entdeckt werden. Gefordert sind hier vor allem Zahnärzte in der Privatpraxis. Risikogruppen: vor allem starke Raucher und Alkoholkonsumenten. (saldo, 16.01.2002)
Fonds gegen Rauch
Die Post belohnt ab dem laufenden Lehrjahr jeden Lehrling, der nicht raucht, mit einem Fondsanteil von 150 Franken. Dieser Beitrag wird den Lehrlingen halbjährlich gutgeschrieben und am Ende der Lehrzeit ausbezahlt. Bei einer 4-jährigen Lehrzeit sind das 1'200 Franken. (saldo, 16.01.2002)
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