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Tabak-Kurznachrichten Februar 2002 
Mehr Strenge gewünscht
Jugendliche machen vermehrt in jungen Jahren erste Erfahrungen mit Alkohol und Nikotin. Jugendliche wollen nicht nein sagen und dazugehören. Die gesundheitlichen Risiken sind ihnen bewusst, leider sind diese nicht Grund genug aufzuhören. (Wochenblatt 24.1.)

Essprobleme mit Nikotin nicht gelöst
Junge Mädchen gehören zu den Bevölkerungsgruppen, deren Tabakkonsum immer noch stark ansteigt. Die Zahl der jungen Frauen, welche unter Essstörungen leiden, steigt ebenfalls. Dies zeit eine Studie der Fachstelle für Alkohol und andere Drogenprobleme, SFA. Junge Mädchen stehen besonders unter sozialen Zwängen und Schönheitsnormen, was ihre Erscheinung angeht. Dies wirkt sich auf die Ernährung und Gewichtskontrolle aus. Da entsteht die falsche Vorstellung, dass Rauchen ein Mittel zur Gewichtsreduzierung sei. (Solothurner Zeitung 25.1., Le Matin 28.1., St. Galler Tagblatt 29.1., Uster und Züri Oberland Nachrichten 31.1.)

Stadionverbot für Raucher
Die ZSC Lions und die Hallenstadion AG haben genug von Rauchern und Kiffern. Wer sich mit einem Glimmstängel erwischen lässt, wird zunächst verwarnt. Im Wiederholungsfall wird ein Hallenstadion-Verbot ausgesprochen. Mit diesem Vorgehen folgen die ZSC Lions einer Empfehlung des Eishockey-Verbands. (20 Minuten 4.2.)

Informatikprogramm zur Selbsthilfe
Das Genfer Institut für Sozial- und Präventivmedizin hat ein Computerprogramm mit individuellen Tipps zum Rauchstopp sowie Informationsmaterialien speziell für Frauen entwickelt. Diese Materialien sind Teil einer weitreichenden Ausstiegskampagne stop-tabac.ch (Générations 5.2.)

Massive Verteuerung der Rauchwaren gefordert
Die Fachstelle für Gesundheitspolitik informierte an einer Medienkonferenz, dass die Verteuerung der Zigarettenschachteln von heute 4.80 auf EU-Niveau von 5.60 Franken die Raucherquote stark senken würde. In der Schweiz – und insbesondere unter den Jugendlichen – breitet sich eine Tabakepidemie aus. Die Reduktion sei lediglich über Prävention und den Preis möglich. Gemäss Simonetta Sommaruga, Präsidentin der Stiftung für Konsumentenschutz, würde die Harmonisierung mit dem EU-Satz zu einer Reduktion des Tabakkonsums von zehn Prozent innert acht Jahren führen. Mit der Revision will Sommaruga auch einen anderen «landwirtschaftlichen alten Zopf» abschneiden, den Tabak-Fonds. Von den darin geäuffneten 20 Millionen Franken würden jährlich 400 Tabak-Bauern in der Schweiz profitieren. Das sei sogar für landwirtschaftliche Verhältnisse bizarr.

(sda, die Südostschweiz, Aargauer Zeitung, Solothurner Zeitung, Bündner Zeitung, Limmattaler Tagblatt, Sarganserländer, Blick, Der Bund, St. Galler Tagblatt, Tagesanzeiger, Neue Luzerner Zeitung, NZZ, BZ, BaZ, Le Temps, 24 heures, ZürichExpress, L’Express, Thurgauer Zeitung, Walliser Bote, Le Nouvelliste, Berner Oberländer, Neue Urner Zeitung, Thuner Tagblatt, Neue Schwyzer Zeitung, Corriere del Ticino, Giornale di Locarno, Zofinger Tagblatt, 20 Minuten, Teletext, LaLiberté, Schaffhauser Nachrichten, Bieler Tagblatt, Le Quotidien Jurassien, 6.2., Sonntagsblick 10.2.)

Viel Tabakrauch
Zigarettenwerbung in der Schweiz ist reglementiert. Kinowerbung ist immer noch gestattet und die Tabakfirmen versuchen die Jugendlichen indirekt über Sponsoring und Event-Marketing zu erreichen. Jetzt will der Bund die Tabakwerbung weiter einschränken. Geprüft wird, ob sie künftig nur noch an den Verkaufsorten geduldet werden soll. Das neue Gesetz wird die künftige Ausrichtung der Tabakpolitik bestimmen: Wenn statt der fiskalischen die gesundheitspolitischen Ziele in den Vordergrund gerückt werden, steht einer massiven Erhöhung der Tabaksteuer nichts mehr im Weg. (Cash 8.2., dimanche.ch 10.2.)

Olympia rauchfrei
Für Raucher wird Olympia zum Abgewöhnen. Bei den Winterspielen in Salt Lake City herrscht fast totales Tabak-Verbot. Das Organisationskomitee kann genau abgegrenzte Raucherzonen unter freiem Himmel einrichten. Absolutes Rauchverbot herrscht an allen olympischen Wettkampfstätten und den angrenzenden öffentlichen Plätzen. Im Olympischen Dorf zählen Restaurants, Unterkünfte und öffentliche Zonen zu den qualmfreien Regionen. (swisscontent 2.2.)

Rauchstopp vor Operation ist lohnenswert
Wer es schafft, sich vor einem chirurgischen Eingriff mit Rauchen aufzuhören, hat bessere Chancen, dass seine Wunden gut heilen. Dies ergab eine dänische Studie. (Die Südostschweiz, 30.1.)

Sportlerdroge SNUS
Mundtabak ist bei Spitzensportlern beliebt. Jeder dritte Eishockey-Profi steckt sich Snus unter die Lippen. Dabei ist Snus eine gefährliche Nikotinbombe und führt zu schweren Schädigungen der Schleimhaut im Mund und Rachen sowie an Zähnen und Zahnfleisch. Die Nikotinkonzentration ist diejenige von drei Zigaretten auf einmal. Das Suchtpotenzial ist durchaus mit demjenigen von Morphium vergleichbar. (saldo 30.1.)

Raucher im Regen an den Kantis
An vielen Kantonsschulen sind die Mensen und Lehrerzimmer die letzten Oasen für Raucher. Aber auch hier kehrt langsam gute Luft ein, was gelegentlich Stunk gibt. Der Kanton schreibt den Mittelschulen ein Rauchverbot für jene Jugendlichen vor, welche noch der obligatorischen Schulpflicht unterstehen. Die grosse Mehrheit der Kantinen ist heute rauchfrei. Die meisten seit kurzem, weil die Sensibilität für das Thema zugenommen haut und weil die Jugendlichen wieder erheblich mehr rauchen. (Tagesanzeiger 8.2.)

Einstieg in gesündere Schulen
Vor einem Jahr haben die Konolfinger Oberstufenschüler ihre Unterschrift dafüt gegeben, dass sie an der Schule weder Alkohol noch Tabak oder Drogen konsumieren. Das Verbot gilt für die Schulzeit sowie während Exkursionen und Lagern. Bei mehrmaliger Missachtung werden Gespräche mit Fachpersonen und Arbeitseinsätze angeordnet. Die Vereinbarung hat grundsätzliche Fragen zum Thema Gesundheit an der Schule ausgelöst. (Berner Zeitung 11.2.)




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