Chronische Lungenkrankheiten durch Tabakkonsum
Jeder
7. Raucher hat eine chronische, unheilbare Lungenkrankheit (COPD). Eine
Kampagne der Ärzteschaft will die Bevölkerung über die unbekannte
Krankheit informieren. COPD bezeichnet eine Entzündung und eine nicht
rückgängig zu machende Verengung der Atemwege sowie eine Zerstörung der
Lungenbläschen. In der Schweiz gehört diese Krankheit zu den fünf
häufigsten Todesursachen. Schwer erkrankte Patienten können nur noch
mit dauernden Sauerstoffgaben leben. Die Symptome sind Husten, Auswurf
und Atemnot. Grösster Risikofaktor ist das Rauchen. (SDA, 30.10.,
Medical Tribune, 1.11., NLZ, 2.11.)
Raucherinnen haben dickere Kinder
Schwangere,
die rauchen, schaden ihren noch nicht geborenen Kindern. Diese wachsen
langsamer als normal und sind daher bei der Geburt oft zu leicht. Doch
später entwickeln sie sich so, als ob sie den Rückstand wettmachen
müssten: Sie nehmen schneller zu als Babys, die im Mutterleib keinen
Schadstoffen des Tabaks ausgesetzt waren. Das Risiko für Fettleibigkeit
ist mit 30 Jahren um die Hälfte erhöht. (Zürcher Unterländer, 1.11.)
Nikotin-Bonbons
Die
US-Gesundheitsbehörde FDA hat das laut Hersteller GlaxoSmithKline erste
und einzige Nikotin-Bonbon «Commit» für den OTC-Verkauf auf dem
US-Markt zugelassen. Das Nikotin-Ersatzprodukt soll in Drug Stores,
Supermärkten und bei Grosshändlern ohne Verschreibung erhältlich sein.
Erst im vergangenen Jahr wurden Nikotin-Lollis vom Markt genommen.
Seither benötigen Nikotin-Ersatzprodukte eine Zulassung durch die
Gesundheitsbehörde. Laut Glaxo benötigen aufhörwillige Raucher im
Rahmen eines Zwölf-Wochen-Programms immer weniger Lutschbonbons, bis
die Nikotinsucht dann endgültig der Vergangenheit angehört.
(pressetext-schweiz ag, 5.11.)
IOC Trophäe für Thomas Zeltner
Durch
die Verleihung der Trophäe "Sport & Bien-être" des International
Olympic Comitee an Thomas Zeltner, Direktor des Bundesamtes für
Gesundheit, wurde sein konsequentes Engagement für die
Gesundheitsprävention im Sportbereich ausgezeichnet. Hierzu gehören
LaOla, die Präventionskampagne gegen Sucht- und Rauschmittelkonsum von
Jugendlichen in den Sportvereinen sowie Sport.rauchfrei, welche auf ein
tabakfreies Trainings- und Wettkampfsgelände zielt.
(SwissSport/06.11.02)
Raucher haben es in ihren Genen
Raucher
haben eine Ausrede, weshalb sie nicht vom Glimmstengel wegkommen: Ein
Gen, das den Bauplan für ein Enzym, das für den Abbau von Nikotin im
Gehirn verantwortlich ist. US-Forscher von der Universität in
Philadelphia entdeckten, dass eine nur leicht veränderte Form dieses
Gens dazu führt, dass Nikotin nicht mehr so schnell abgebaut werden
kann. Das Gift reichert sich daher kurzfristig im Gehirn ab. Die Folge
ist, dass der Raucher sich an diese erhöhte Konzentration gewöhnt, was
die Entwöhnung so schwierig macht. (Blick, 13.11.)
Popstars bekämpfen Tabakkonsum von Jugendlichen
Mit
der EU-Kampagne «Feel free to say no» haben nun auch zahlreiche
Popstars dem Tabakkonsum von Kindern und Jugendlichen angesagt.
Interpreten wie Moby, Sophie Ellis Bextor, Tiziano Ferro und Loona
haben sich bereit erklärt in EU-weiten Fernsehspots, die von 38
TV-Sendern und dem Musiksender MTV ausgestrahlt werden, gegen das
Rauchen aufzutreten. Acht von zehn Rauchern beginnen im Alter von 12
bis 18 Jahren. Die Imagekampagne startete bereits im Mai im Rahmen der
Fussball-WM und will ohne Verbote und Belehrungen auf die
Gesundheitsschäden hinweisen. Unter www.feel-free.info werden
Informationen und Tipps angeboten. (pressetext schweiz ag, SDA,
AWP-News, 8.11., 24 heures, Le Matin, NZZ, 9.11.)
Cannabis laut Studie deutlich schädlicher als Tabak
Das
Rauchen von Cannabis ist laut einer britischen Studie mehr als sechs
Mal schädlicher für die Lungen als Tabakkonsum. Schon drei Joints mit
reinem Cannabis sollen so viel Schaden anrichten wir eine ganze
Schachtel Zigaretten. Werde der Cannabis mit Tabak gemischt,
verstärkten sich die schädigenden Effekte. Das im Cannabis enthaltene
Teer weise 50 Prozent mehr Krebs erregende Stoffe auf als Tabak. (SDA,
Pressetext Schweiz AG, 11.11., AWP-News, Aargauer Zeitung, Der Bund,
Die Südostschweiz, Le Temps, NLZ, NZZ, St. Galler Tagblatt, Tages
Anzeiger, TxT, 12.11.)
Experiment NichtRauchen
Das
erfolgreiche Tabak-Präventionsprojekt startet mit einigen Neuerungen in
die dritte Runde. Im letzten Jahr liessen sich über 40'000 Schülerinnen
und Schüler der 6. bis 9. Klasse darauf ein. Auch dieses Jahr soll der
Wettbewerb dazu beitragen, dass die erschreckend hohe und steigende
Zahl jugendlicher Rauchenden – in der Schweiz rund 40 Prozent der 15-
bis 19-Jährigen – nicht weiter zunimmt. Die Botschaft lautet:
Nichtrauchen ist die Norm. Neu in diesem Jahr spiegeln sich die
Ereignisse in einer eigenen Zeitschrift «Nix». Neu ist auch die eigene
Homepage www.experimentnichtrauchen.ch (Spectra, 14.11.)
Plädoyer für Rauchverbot in Spielfilmen
In
Hollywood, der Filmmetropole der Welt, ist kürzlich die Aktion «Smoke
Free Movies» angelaufen. Dem Ziel, jegliches Rauchen aus den
Spielfilmhandlungen zu verbannen, haben sich die WHO und zahlreiche
gleichgelagerte Verbände verschrieben. Dies werden auch Kernthemen des
nächsten «Welt-ohne-Tabak-Tages» sein. Die WHO fordert ein Ende
jedweder Positionierung von Tabakprodukten im Spielfilmumfeld. Neben
einem 4-Punkte Verbot fordert die WHO die Film- und
Unterhaltungsindustrie zur Unterlassung auf, Zigarettenrauchen mit
Glamour zu umgeben und damit das Rauchen als wünschenswertes Verhalten
hinzustellen. (Persönlich.com News, 18.11.)
Keine Zigaretten in Selecta-Automaten
Ab
Januar gibt es an den Selecta-Automaten der Stadt Freiburg keine
Zigaretten mehr zu kaufen. So sollen Jugendliche besser geschützt
werden. Laut Fachstelle für Tabakprävention könnten alle 223 Gemeinden
diesen Schritt tun. Die Stadt Freiburg hat mit der Firma Selecta einen
Vertrag ausgehandelt. (Freiburger Nachrichten, 21.11.)
Rauchen steigert das Brustkrebsrisiko
Laut
einer Studie kanadischer Wissenschaftler sind Mädchen, die bereits im
Teenageralter zur Zigarette greifen, besonders gefährdet im Laufe ihres
Lebens an Brustkrebs zu erkranken. Bei Mädchen, die innerhalb von fünf
Jahren nach der ersten Menstruation zu rauchen beginnen, steigt das
Risiko an Brustkrebs zu erkranken um fast 70 Prozent. (Neue Luzerner
Zeitung, 23.11.)
Mehr Tabaktote
Experten
rechnen mit weltweit jährlich 8,4 Millionen Tabaktoten ab Ende des
kommenden Jahrzehnts. Damit werde der Tabakkonsum als Ursache von Herz-
und Gefässkrankheiten sowie Krebs zur häufigsten Todesursache. Nach
einer aktuellen Untersuchung der Welt-Gesundheitsorganisation, in der
3000 Einzel-Studien ausgewertet worden sind, verursachte Rauchen mehr
Krebserkrankungen als bisher vermutet. (3sat, 25.11.)
Schlag gegen die Zigaretten-Mafia
Die
von der Bundesanwaltschaft am 12. November durch Truppen der
Bundesanwaltschaft, der Bundeskriminalpolizei und der Oberzolldirektion
durchgeführte Razzia nach Zigarettenschmuggel, Geldwäscherei und
Drogenhandel war erfolgreich. In den Kantonen St. Gallen, Jura und
Tessin wurden Dokumente beschlagnahmt, die nun ausgewertet werden. Die
Montenegro-Connection habe in den letzten Jahren monatlich 1000 Tonnen
Zigaretten geschmuggelt. Gemäss Bundesanwaltschafts-Sprecher wurden
auch mehrere Import- und Export-Firmen durchsucht. (Sonntags Blick,
24.11., Der Bund, NLZ, St. Galler Tagblatt, Tages Anzeiger 25.11.)
Sport- und Gesundheitsorganisationen gemeinsam für Tabakprävention
Sportverbände,
Gesundheits- und Konsumenten-Organisationen appellieren an den
Ständerat, eine wirksame Tabaksteuerpolitik einzuschlagen und dem
Tabakpräventionsfonds zuzustimmen. Mit der Schaffung eines
20-Millionen-Präventionsfonds wollen sie Mittel für Tabakprävention
bereitstellen, um die Quote der jugendlichen Raucher zu senken. Der
Nationalrat hat im Herbst einer Schaffung des Tabakpräventions-Fonds
zugestimmt. Untersuchungen in der Schweiz haben gezeigt, dass Sport
treibende Personen signifikant weniger rauchen und dass gut
vermittelter Sport eine Möglichkeit zur Sensibilisierung ist. Für
Präventionsfachleute und Gesundheitsökonomen ist klar, dass ein
modernes Tabaksteuergesetz neben steuerpolitischen auch
gesundheitspolitische Ziele berücksichtigen muss. (sda, 29.11.)
Der Konsum von drei oder vier Joints pro Tag ist für die Lungen ebenso schädlich, wie der tägliche Konsum von 20 Zigaretten. Dies hat mit der Konzentration des THC-Gehaltes in Cannabis zu tun, der heute bedeutend höher ist als früher. Auch wird der Rauch länger in der Lunge behalten, als derjenige einer Zigarette. Die Britische Lungen Stiftung will eine Präventionskampagne zu den Auswirkungen des Cannabis-Konsums starten. (Tribune Médicale, 29.11.)
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