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Tabak-Kurznachrichten November 2008 

Unterschiedlicher Schutz vor Passivrauchen

Anfangs 2009 wird der Bundesrat bestimmen, wann das nationale Gesetz zum Schutz vor Passivrauchen in Kraft tritt. Es sieht ein Rauchverbot für öffentliche Räume vor. Neben der Möglichkeit Fumoirs einzurichten, können Gaststätte mit weniger als 80 Quadratmetern Grundfläche als bediente Raucherlokale betrieben werden. Für die Kantone gilt dieses Gesetz als Mindeststandart. Bereits heute haben verschiedene Kantone strengere Vorschriften erlassen. Die vielen unterschiedlichen Vorschriften irritieren Befürworter wie auch Gegner des Passivrauchschutzes. Die Lungenliga prüft deshalb eine nationale Volksinitiative, um einen besseren Schutz vor Passivrauchen zu erreichen. Ein Komitee rund um Patrick Lohri will das Referendum gegen das Bundesgesetz ergreifen. Es möchte gar keinen Schutz vor Passivrauchen. Bis zum 22. Januar dauert die Frist, um die benötigten 50'000 Unterschriften zu sammeln. (NZZ am Sonntag, NZZ, Online-Ausgabe, Expresso: 9.11.2008; La Gruyère: 11.11.2008; Allgemeiner Anzeiger: 20.11.2008; Panissimo: 21.11.2008; La Liberté: 22.11.2008; Le Courrier: 24.11.2008).

Erhöhung der Zigarettenpreise

Ein Päckchen Zigaretten wird spätestens am 1. März 2009 um 30 Rappen teurer. Der Bundesrat begründet diesen Entscheid mit fiskal- und gesundheitspolitischen Argumenten. Mehreinnahmen werden jedoch aufgrund dieser Massnahme kaum erwartet, da die Zigarettenverkäufe wegen der Preiserhöhung zurückgehen dürften, wie das Eidgenössische Finanzdepartement mitteilte. Laut der Zollverwaltung und dem Bundesamt für Gesundheit ist der Zigarettenverkauf nach der letzten Preiserhöhung um 30 Rappen im Oktober 2006 um 5.2 Prozent zurückgegangen. Dies war deutlich mehr als in vorangegangenen Jahren (jeweils 1.5 Prozent). So konnte man die Anzahl der Raucherinnen und Raucher um ungefähr 13'500 verringern und rund 90 vorzeitige Todesfälle verhindern. (sda/ats, SonntagsZeitung, Volksblatt, Associated Press, Berner Zeitung, Rheintalische Volkszeitung, AWP-News, Blick am Abend, 20 Minutes, Blick, Online-Ausgabe, arcinfo.ch, Online-Ausgabe, Südostschweiz.ch, Online-Ausgabe, swissquote.ch, Online-Ausgabe, St. Galler Tagblatt, Online-Ausgabe, Le Matin, Online-Ausgabe, Der Bund, Online-Ausgabe, Le Temps, Online-Ausgabe, Tages-Anzeiger, Online-Ausgabe, Zisch, Online-Ausgabe, tsr.ch, Online-Ausgabe, Radio DRS, Radio Energy Zürich, Radio Capital FM, Radio Argovia, Radio Basilisk, Radio Central, Radio Sunshine, Radio 1, Radio 24, Radio 32, Radio Lac, Radio RSR, Radio Rete Uno, Radio lfm, Radio Top, Radio Zürisee, Schweizer Fernsehen, Tele M1, Tele Züri, télévisin suisse romande, Televisione svizzera: 26.11.2008; Punkt.ch, Aargauer Zeitung, Basler Zeitung, Neue Luzerner Zeitung, Neue Zürcher Zeitung, News, Prättigauer und Herrschäftler, Solothurner Zeitung, St. Galler Tagblatt, Appenzeller Volksfreund, Berner Zeitung, Cash, Basellandschaftliche Zeitung, Tages-Anzeiger, 20 Minuten, Bieler Tagblatt, Blick, Der Bund, Die Südostschweiz, Tribune de Genève, Basler Zeitung, Online-Ausgabe, Le Matin, Le Matin Bleu, L’Agefi, Le Nouvelliste, Le Quotidien Jurassien, 24 heures, Le Temps, Corriere del Ticino, Giornale del Popolo, Radio DRS, Teletext, Televisione svizzera: 27.11.2008).

Tiefere Krankenkassenprämien durch höhere Zigarettenpreise

Der Waadtländer Gesundheitsdirektor Pierre-Yves Maillard erachtet die Idee einer Erhöhung der Zigarettenpreise zur Verbilligung der Krankenkassenprämien als prüfenswert. Nach Ansicht von Maillard trägt die Preiserhöhung indirekt auch zum Schutz vor dem Passivrauchen bei, neben Prävention und Verboten. „Landesweit Fr. 1.60 mehr pro Schachtel würden eine Milliarde Franken einbringen“, sagte Maillard. Eine Milliarde Franken gäben Schweizer und Schweizerinnen aus für die Krankenversicherung ihrer bis 16-jährigen Kinder. Eine Preiserhöhung würde es laut Maillard erlauben, Kinder gratis zu versichern und die Zuschüsse für Kinderprämien Erwachsenen zukommen zu lassen. (sda/ats, Berner Zeitung, 20 Minutes, Le Matin, Online-Ausgabe, Freiburger Nachrichten, Online-Ausgabe: 5.11.2008; sda/ats, 24 heures, Zisch, Online-Ausgabe, bluewin.ch, Online-Ausgabe, Nachrichten.ch, Online-Ausgabe, Radio DRS, Radio Central, tsr.ch, Online-Ausgabe: 15.11.2008; Il caffè, News, Online-Ausgabe: 16.11.2008; Berner Zeitung, Blick, Basler Zeitung, News, Corriere del Ticino: 17.11.2008;  Tribune de Genève, Radio lfm, 24 heures: 18.11.2008; Le Matin: 19.11.2008; Radio lfm: 21.11.2008).

Aargau: Neues Gesundheitsgesetz angepasst

Der Regierungsrat des Kantons Aargau hat die Botschaft des neuen Gesundheitsgesetzes für die 2. Beratung im Grossen Rat verabschiedet. Beim Passivrauchschutz schlägt der Regierungsrat eine Anpassung an das neue Bundesgesetz vor. Die Kommission für Gesundheit und Soziales wird das Geschäft voraussichtlich anfangs Dezember 2008 beraten. Die 2. Lesung im Grossen Rat sowie die anschliessende Schlussabstimmung sind im Januar 2009 vorgesehen. Geplanter Zeitpunkt für das Inkrafttreten des neuen Gesundheitsgesetzes ist der 1. Januar 2010. (Sonntag, Online-Ausgabe, Aargauer Zeitung, Online-Ausgabe, Radio DRS: 21.11.2008).

Appenzell Innerrhoden: Kein Schutz vor Passivrauchen

Als einziger Ostschweizer Kanton erlässt Appenzell Innerrhoden keine kantonalen Vorschriften gegen das Rauchen in Gaststätten. In den meisten Restaurants werde während der Essenszeiten nicht mehr geraucht und in vielen Lokalen gebe es Raucher- und Nichtraucherzonen, meint die Regierung. Das System basiere auf Freiwilligkeit, eine kantonale Regelung werde nicht angestrebt. Man warte auf die nationale Lösung. (sda/ats, bluewin.ch, Online-Ausgabe: 11.11.2008; Neue Zürcher Zeitung, 20 Minuten: 12.11.2008).

Basel: Schutz vor Passivrauch kommt später

Das neue Gesetz für den Schutz vor dem Passivrauch wird wohl nicht am 1. Januar 2009 in Kraft gesetzt. Die Lungen- und Krebsliga beider Basel hatte sich nach der Annahme der Initiative Ende September die Umsetzung des Gesetzes auf diesen frühst-möglichen Termin gewünscht. Dieser Wunsch wird unerfüllt bleiben. Aber auch die Forderung des Wirteverbands nach einer dreijährigen Übergangsfrist wurde vom Gesundheitsdepartement nicht aufgenommen. (Basler Zeitung, News, Radio Basilisk: 26.11.2008; baz.online, Online-Ausgabe: 27.11.2008).

Luzern: Regierung will nicht weitergehen als Bundeslösung

Mit zwei überwiesenen Motionen vom März 2006 wurde der Regierungsrat beauftragt, dem Kantonsrat eine Gesetzesänderung vorzuschlagen, wonach das Rauchen in den Innenräumen von öffentlich zugänglichen Gebäuden generell verboten ist. Dabei sollten Fumoirs erlaubt sein. Am 18. November beschloss der Regierungsrat nun, dem Parlament keinen von der Bundeslösung abweichenden Schutz vor dem Passivrauchen vorzuschlagen. (sda/ats, Presse Portal, Radio Central, Radio DRS: 19.11.2008; Basler Zeitung, Neue Luzerner Zeitung, St. Galler Tagblatt,  20 Minuten, Zisch, Online-Ausgabe, Radio Sunshine: 20.11.2008; Entlebucher Anzeiger, Willisauer Bote: 21.11.2008; Luzerner Rundschau: 27.11.2008; Hotelrevue: 28.11.2008).

Neuenburg: Kantonsparlament beschliesst Rauchverbot in Gaststätten

Mit nur einer Gegenstimme hat der Grosse Rat ein Rauchverbot in Gaststätten befürwortet. Fumoirs bleiben erlaubt. Mit diesem Entscheid nahm der Rat das Anliegen der kantonalen Volksinitiative „Passivrauchen und Gesundheit“ auf. Falls gegen die entsprechende Revision des Gesundheitsgesetzes nicht das Referendum ergriffen wird, tritt das Rauchverbot in Gaststätten nächsten Frühling in Kraft. (sda/ats, Aargauer Zeitung, Online-Ausgabe: 4.11.2008; Le Matin, L’Express, L’Impartial, 24 heures, 20 Minutes, edicom.ch, Online-Ausgabe, Volksblatt, Online-Ausgabe, News, Online-Ausgabe, Sonntag, Online-Ausgabe, SonntagsZeitung, Online-Ausgabe, St. Galler Tagblatt, Online-Ausgabe, Südostschweiz.ch, Online-Ausgabe, rsr.ch, Online-Ausgabe, rtn.ch, Online-Ausgabe, hispeed.ch, Online-Ausgabe, Blick, Online-Ausgabe, Cash, Online-Ausgabe, Le Temps, Online-Ausgabe, arcinfo.ch, Online-Ausgabe, tsr.ch, Online-Ausgabe, Radio DRS, Teletext: 5.11.2008; 20 Minutes, Le Journal du Jura, Teletext SF: 6.11.2008; Gastro Journal: 13.11.2008, Le Courrier, Online-Ausgabe: 21.11.2008).

St. Gallen: Regierung fordert korrekte Umsetzung des Gesetzes für den Passivrauchschutz

Durch Hinweise war bekannt geworden, dass in verschiedenen Gemeinden mit einem pauschalen Beschluss des Gemeinderates der Zeitpunkt für die Umsetzung des Schutzes vor dem Passivrauch hinausgeschoben wurde. Soweit das Gesundheitsdepartement Kenntnis von diesen Beschlüssen erhalten hat, hat es umgehend bei den zuständigen Gemeindebehörden interveniert und die korrekte Umsetzung der neuen Bestimmungen gefordert. (St. Galler Tagblatt: 3.11.2008; St. Galler Tagblatt: 4.11.2008; St. Galler Nachrichten, St. Galler Tagblatt, Sarganserländer, stadt24.ch, Online-Ausgabe, linth24.ch, Online-Ausgabe, sg.ch, Online-Ausgabe: 5.11.2008; Wiler Nachrichten, Gastro Journal: 6.11.2008; Toggenburger Nachrichten: 7.11.2008; St. Galler Tagblatt, Online-Ausgabe: 11.11.2008; Gastro Journal, Rheintaler Bote: 13.11.2008; Radio Top: 26.11.2008, Rheintaler Bote: 27.11.2008)

Thurgau: Initiative und Gegenvorschlag zur Abstimmung

Das Kantonsparlament hat die im November 2007 eingereichte Volksinitiative „Schutz vor Passivrauchen“ mit 68 zu 46 Stimmen abgelehnt. Es beschloss mit 67 zu 52 Stimmen die Initiative mit einem Gegenvorschlag in die Volksabstimmung zu schicken. Bei letzterem wären bediente Fumoirs möglich und Gastrobetriebe können eine Ausnahmebewilligung beantragen, wenn sie nicht grösser als 80 Quadratmeter sind und als Raucherlokale bezeichnet werden. Die Initiative würde nur unbediente Fumoirs zulassen. (St. Galler Tagblatt, Online-Ausgabe: 3.11.2008; Thurgauer Zeitung, Tagblatt: 4.11.2008; sda/ats, St. Galler Tagblatt, Online-Ausgabe, Südostschweiz.ch, Online-Ausgabe, Aargauer Zeitung, Online-Ausgabe, Der Bund, Online-Ausgabe, 20  Minuten, Online-Ausgabe, Blick, Online-Ausgabe, Bluewin.ch, Online-Ausgabe, Cash, Online-Ausgabe, News, Online-Ausgabe, Radio DRS, Radio Top, Schweizer Fernsehen: 5.11.2008; Gastro Journal, Tagblatt, Thurgauer Zeitung, Neue Zürcher Zeitung, Schaffhauser Nachrichten, 20 Minuten, St.Galler Tagblatt, 24 heures, Radio DRS: 6.11.2008; Tagblatt, Thurgauer Zeitung: 7.11.2008; Thurgauer Zeitung, Thurgauer Nachrichten: 11.11.2008; St.Galler Tagblatt, Online-Ausgabe: 12.11.2008; Kreuzlinger Nachrichten, Gastro Journal: 13.11.2008).

Uri: Anpassung an Bundeslösung gefordert

An der Fraktionssitzung vom 3. November hat die FDP Uri beschlossen, in der kommenden Session eine Motion einzureichen, welche eine Angleichung des Urner Gesundheitsgesetzes bezüglich des Passivraucherschutzes an die Bundeslösung fordert. Damit will die FDP erreichen, dass überall in der Schweiz möglichst die gleichen Vorschriften gelten. (Neue Luzerner Zeitung: 13.11.2008; Neue Urner Zeitung, Urner Wochenblatt: 5.11.2008; Neue Urner Zeitung: 8.11.2008).

Zug: Ausnahmebewilligung für Raucherbeizen

Das Zuger Parlament hat entschieden, dass im Kanton Zug in kleinen Restaurants weiterhin geraucht werden darf. Gemäss dem neuen Gesetz ist das Rauchen in bedienten Fumoirs und in Restaurants, die kleiner sind als 80 Quadratmeter auch in Zukunft erlaubt. Die Befürworter eines stärkeren Schutzes vor dem Passivrauch überlegen sich nun die Lancierung einer Initiative. (Zuger Presse: 5.11.2008; Expresso: 11.11.2008).

Griechenland: Schutz vor Passivrauchen geplant

Das Gesundheitsministerium in Athen teilte mit, dass es die EU-Richtlinien zum Schutz vor Passivrauchen bis Januar 2010 konsequent umsetzen will. In griechischen Spitälern und Taxis darf bereits jetzt nicht mehr geraucht werden. In Zukunft müssen Restaurant- und Bar-Besitzer spezielle Raucherzonen einrichten. Jugendlichen unter 18 Jahren soll der Zutritt zu privaten Clubs und Diskotheken verwehrt bleiben, in denen geraucht wird. Bei Verstössen gegen diese Auflagen drohen demnach Geldbussen von bis zu 30'000 Franken. (sda/ats, bluewin.ch, Online-Ausgabe: 7.11.2008).

Liechtenstein: Lockerung des Passivrauchschutzes

Nur wenige Monate nach der Einführung wird der Schutz vor Passivrauchen in Liechtenstein stark gelockert. Mit 15 zu 10 Stimmen folgte der Landtag einer vom Verband Gastronomie Liechtenstein eingereichten Initiative. Restaurants dürfen Fumoirs einrichten, Einraum-Betriebe können eine Bewilligung als Raucherbetriebe einholen. Der Antrag, dieses Gesetz vor das Volk zu bringen, wurde mit 14 zu 11 Stimmen abgelehnt. Das neue Gesetz kann frühestens Ende Dezember in Kraft treten. Die Freie Liste will das Volk über die Ausgestaltung des Rauchverbots entscheiden lassen. Deshalb hat sie das Referendum gegen den Landtagsentscheid ergriffen. (Liewo: 2.11.2008; Werdenburger & Obertoggenburger: 3.11.2008; sda/ats, Liechtensteiner Vaterland, Südostschweiz.ch, Online-Ausgabe, 20 Minuten, Online-Ausgabe: 5.11.2008; Die Südostschweiz, St. Galler Tagblatt, Online-Ausgabe: 6.11.2008; Expresso: 11.11.2008; Gastro Journal: 13.11.2008; sda/ats, St. Galler Tagblatt, Liechtensteiner Vaterland, Aargauer Zeitung, Online-Ausgabe, bluewin.ch, Online-Ausgabe, Zisch, Online-Ausgabe, St. Galler Tagblatt, Online-Ausgabe, Volksblatt, Nachrichten.ch, Online-Ausgabe, Punkt.ch, Online-Ausgabe, SonntagsZeitung, Online-Ausgabe, Suedostschweiz.ch, Online-Ausgabe: 19.11.2008; Die Südostschweiz, Werdenburger & Obertoggenburger, Volksblatt, Liechtensteiner Vaterland, St. Galler Tagblatt, Neue Zürcher Zeitung, news.ch, Online-Ausgabe: 20.11.2008; Volksblatt, Liechtensteiner Vaterland, Presse Portal: 21.11.2008; Liechtensteiner Vaterland: 22.11.2008; Volksblatt, toponline.ch, Online-Ausgabe: 22.11.2008; Volksblatt, Liechtensteiner Vaterland: 24.11.2008, St. Galler Tagblatt: 25.11.2008, Volksblatt, Online-Ausgabe: 26.11.2008; Volksblatt, Gastro Journal: 27.11.2008; Volksblatt, Liechtensteiner Vaterland: 29.11.2009).

Spanien: Schutz vor Passivrauchen erweist sich als wirkungslos

In gut 95 Prozent aller kleinen Bars und Schankwirtschaften wird ungebremst weitergeraucht. Vor allem, weil man es den Wirten mit weniger als 100 Quadratmetern Lokalfläche freistellte, ob sie ein Rauchverbot einführen möchten. Gastronomiebetriebe, welche grösser als 100 Quadratmeter sind, müssen theoretisch einen Grossteil des Speisesaales rauchfrei halten. Sie sollten Raucherbereiche baulich abtrennen und mit Rauchabzug ausstatten. Rund 60 Prozent der Restaurants erfüllen Untersuchungen zufolge diese Auflagen nicht, ohne dass sie grössere Sanktionen befürchten müssen. (Der Landbote, Thurgauer Zeitung: 11.11.2008).

Unheilbare Lungenkrankheit COPD ist bald dritthäufigste Todesursache

Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO wird die unheilbare Lungenkrankheit COPD (chronisch-obstruktive Lungenkrankheit), die in der Regel auf starkes Rauchen zurückgeht, bis 2020 hinter Schlaganfall und Herzerkrankungen auf den dritten Platz der weltweit häufigsten Todesursachen vorrücken. Die Krankheit ist unheilbar. Durch Beseitigen der Ursachen lässt sich der Verlauf allerdings stoppen. In der Schweiz leiden 350'000 bis 450'000 Menschen an COPD. (sda/ats, 20 Minutes: 10.11.2008; 20 Minutes, Medical Tribune, Online-Ausgabe, sprechzimmer.ch, Online-Ausgabe: 11.11.2008; Kreuzlinger Nachrichten, Wochen-Zeitung: 13.11.2008; Presseportal, sprechzimmer.ch, Online-Ausgabe, hon.ch, Online-Ausgabe: 14.11.2008; Thurgauer Zeitung, Der Landbote, Schweizer Fernsehen: 17.11.2008; News: 18.11.2008; Pressetext Schweiz, Internet-Newsletter, edicom.ch, Online-Ausgabe, Le Journal du Jura, Online-Ausgabe, Le Matin, Online-Ausgabe, Le Temps, Online-Ausgabe, St. Galler Tagblatt, Online-Ausgabe, bluewin.ch, Online-Ausgabe, Radio lfm, Radio DRS: 19.11.2008; Toggenburger Tagblatt, Radio DRS: 20.11.2008; Medical Tribune, Alttoggenburger, Glarus Nord Anzeiger: 21.11.2008; hon.ch, Online-Ausgabe: 22.11.2008).

Aktion für rauchfreie Arbeitsplätze

In der Schweiz haben 2300 Firmen an der Aktion „Arbeitsplatz rauchfrei“ teilgenommen. Von der Kampagne konnten 220'000 Arbeitnehmende profitieren. Mehrere Arbeitgeber haben ihre Arbeitnehmenden in ihren Bemühungen unterstützt, mit dem Rauchen aufzuhören. (sda/ats, edicom.ch, Online-Ausgabe: 18.11.2008; Le Matin Bleu: 19.11.2008, Le Nouvelliste: 20.11.2008).

Experiment Nichtrauchen

Die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention (at) thematisiert im aktuellen Experiment Nichtrauchen das Kino. In vielen Filmen werde die Zigarette positiv ins Bild gerückt. Mit dem Experiment Nichtrauchen will die at ein Gegengewicht setzen. Am Experiment nehmen dieses Mal über 3200 sechste bis neunte Klassen aus der ganzen Schweiz teil. Die Teilnehmenden müssen bis Mai 2009 sechs Monate lang rauchfrei sein. Unter den Erfolgreichen werden 100 Reisegutscheine verlost. (sda/ats, zio.ch, Online-Ausgabe, Radio Central: 20.11.2008; Basler Zeitung, Walliser Bote, Tages-Anzeiger, rro.ch, Online-Ausgabe, sprechzimmer.ch, Online-Ausgabe: 21.11.2008; Bote der Urschweiz: 22.11.2008; Zuger Woche: 26.11.2008; Fridolin: 27.11.2008).

Verbot von Schokoladen-Zigaretten

Zigaretten aus Schokolade und anderen Süsswaren sollten nach Meinung von Krebsforschern gesetzlich verboten werden. Solche „Kinderzigaretten“ seien eine Gefahr für die junge Generation, da sie auf diese Weise lernten, das Rauchen als normales Verhalten anzusehen, kritisierten die Experten. Auch die Lungenliga, das Bundesamt für Gesundheit und selbst die Zigarettenhersteller Philip Morris und Japan Tobacco fordern ein Verbot dieser Süssigkeiten. (20 Minuten: 4.11.2008; Le Matin Bleu, 20 Minuten: 5.11.2008; SonntagsZeitung: 23.11.2008; Le Matin, 20 Minutes, Le Matin Bleu, Weblog Tribune de Genève, Online-Ausgabe: 24.11.2008; Le Matin: 25.11.2008).

Trotz Wirtschaftskrise keine Umsatzeinbussen für Imperial Tobacco

Die Zigarettenindustrie scheint von der weltweiten Wirtschaftskrise nicht betroffen zu sein. Der weltweit viertgrösste Tabakkonzern Imperial Tobacco legte beim Zigarettenabsatz im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr um 46 Prozent auf 292 Milliarden Stück zu. Vor allem Märkte in Osteuropa, Afrika und Nahen Osten hätten hervorragende Ergebnisse geliefert. In Deutschland ging der Absatz wegen rauchfreier Restaurants jedoch zurück. In der Schweiz ist der Stumpenverkauf rückläufig, Cigarillos und kleinere Produkte nehmen jedoch zu. (swissquote.ch, Online-Ausgabe, L’Agefi, Online-Ausgabe, moneycab, Online-Ausgabe, Cash, Online-Ausgabe, Der Bund, Online-Ausgabe, Radio 1: 25.11.2008; 20 Minuten, Handelszeitung: 26.11.2008)

Neue Kampagne „Hopp Kompost“ von Parisienne

Eine neue Billig-Zigarette ist auf dem Markt: Die Parisienne Kompost ist vielerorts 50 Rappen billiger als andere Marken-Zigaretten. Die Berner Werbeagentur Formeldrei lanciert im Auftrag von Parisienne die dazugehörende neue Kampagne. Unter dem Motto „Hopp Kompost“ wird der Plan für eine umweltfreundliche Zigarettenpackung kommuniziert. Ab sofort wird die Alu-Papier-Verbundverpackung bei den Box-Packungen durch eine kompostierbare Papierfolie ersetzt. Wer eine Kompost raucht, schütze die Umwelt, lautet die Botschaft. Die Kampagne umfasst neben Neuerungen im Verpackungsdesign eine nationale Inserate- und Plakatekampagne, Promotions-Massnahmen und diverse interne Massnahmen. (Berner Zeitung, Tages-Anzeiger: 10.11.2008; Tages-Anzeiger, Blick am Abend, Der Bund, Online-Ausgabe, Basler Zeitung, Online-Ausgabe, persoenlich.com, Online-Ausgabe, Teletext TeleZüri: 11.11.2008; 20 Minuten: 12.11.2008; télévision suisse romande: 13.11.2008).

 

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