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Irland 

Irland
Pubs in ganz Irland jetzt rauchfrei

Drei Jahre nach der Republik Irland hat am Montag auch Nordirland den Schutz vor Passivrauchen in Restaurants, Bars und an Arbeitsplätzen eingeführt. Wer sich dennoch eine Zigarette ansteckt, muss mit einer Strafe von 50 Pfund (74 Euro) rechnen. Für Wirte und Arbeitgeber wird es noch teurer: Sie werden bei Verstössen mit umgerechnet 3.700 Euro zur Kasse gebeten. Die britische Regierung, die das Gebiet verwaltet, hat eine extra Telefonnummer eingerichtet, in der öffentliches Rauchen in geschlossenen Räumen gemeldet werden kann. Meinungsfragen in beiden Teilen Irlands zeigen eine breite Mehrheit für den Schutz vor Passivrauchen.  Irland hatte 2004 als weltweit erster Staat ein Gesetz für rauchfreie Arbeitsplätze in geschlossenen Räumen erlassen. Später folgten unter anderem Schottland und Wales. In England wird mit einem entsprechenden Gesetz im Juli gerechnet. (AP: 30.04.07). 

Servicepersonal dank Schutz vor Passivrauchen in Irland deutlich gesünder

Der seit drei Jahren geltende Schutz vor Passivrauchen in Irland hat sich laut einer Studie positiv auf die Gesundheit von Wirten und ihren Angestellten ausgewirkt. Sie seien jetzt viel seltener Krebs erregenden Substanzen ausgesetzt, hiess es in einer kürzlich veröffentlichten Untersuchung, die von Nichtraucherorganisationen gesponsert wurde. Darin wurde der Gesundheitszustand von 73 Beschäftigten in 42 Pubs vor und nach in Kraft treten des Schutzes vor Passivrauchen ausgewertet und eine deutliche Verbesserung festgestellt. Laut der Studie war das irische Gaststättenpersonal früher seine gesamte Arbeitszeit, also rund 40 Stunden die Woche, Tabakrauch ausgesetzt. Heute sind es nur noch etwa 25 Minuten pro Woche. Die Luftverschmutzung in Pubs ging insgesamt um 83 Prozent zurück, der Anteil von Krebs erregenden Stoffen allein um 80 Prozent. Die verbleibende Luftverschmutzung ist den Messungen zufolge hauptsächlich auf Autoabgase zurückzuführen. (AP: 16.04.07).

Rauchfreie Restaurants in Irland ein Erfolg

Seit März 2004 herrscht in Irland ein generelles Rauchverbot am Arbeitsplatz. Das Verbot gilt somit auch in allen irischen Pubs und Nachtclubs. Überraschenderweise verzeichnen die Pubs seit der Einführung des generellen Rauchverbots gar mehr Besucher als zuvor, da offensichtlich der grosse Anteil der Nichtraucher, welche nicht mehr in die Kneipe gingen, vergessen wurde. Viele Stimmen weisen positiv auf die neu geschaffenen sozialen Zonen vor den Pubs und in den vorgesehenen Raucherräumen hin. (Revue médicale Suisse: 16.11.05; St. Galler Tagblatt, Online-Ausgabe: 22.11.05).

Positive Bilanz nach einem Jahr Rauchverbot in Irland

Das irische Rauchverbot hat zu einem Umsatzrückgang der Tabakindustrie geführt. Der Marktführer Gallaher Group verzeichnete einen Rückgang von 11.3% (20minuten: 03.03.05).

In einer Umfrage gibt eine grosse Mehrheit der Iren an, dass sie das Rauchverbotsgesetz für einen Erfolg hält. Damit sei ein gesünderes Umfeld am Arbeitsplatz und in Restaurants geschaffen worden. Befragte Wirte geben an, nur sehr wenig Stammgäste verloren zu haben, dafür seien neue Gäste dazugekommen. Die Kneipenumsätze sein zwar um 6.3% zurückgegangen, was jedoch auf die höheren Alkoholpreise und nicht aufs Rauchverbot zurückgeführt wird (sda/ats, 24heures.ch: 28.03.05; sda/ats: 29.03.05; 20minuten: 30.03.05).

Positive Bilanz des Rauchverbots in Irland

Laut der Irischen Regierung ist die Einführung des Rauchverbots ein Erfolg. 20% der Raucher verzichten im abendlichen Ausgang ganz auf Zigaretten. Bei Arbeitsplatz-Inspektionen habe es in 97% der Fälle nichts zu beanstanden gegeben, bei den Restaurants in 96% der Fälle (sda: 31.05.04; TXT: 01.06.04).

Irlands Erfahrungen mit dem strengsten Rauchverbot

Das Rauchverbot in Irlands Restaurant und Pubs ist eingeführt. Bisher widersetzen sich nur wenige Raucher dem Verbot. Viele Raucher hätten neue Bekanntschaften geschlossen: vor den Pubs wird ausgiebig geraucht – und diskutiert (BaZ, St. Galler Tagblatt: 07.04.04; BZ: 08.04.04; Aargauer Zeitung, Solothurner Zeitung: 14.04.04).

Rauchverbote in der Schweiz?

Auch das Schweizer Bundesamt für Gesundheit verfolgt die Entwicklungen in Irland genau: Das Rauchverbot am Arbeitsplatz sei eine einfache, günstige und sehr effiziente Massnahme zum Schutz von Rauchern und Nichtrauchern. In der Schweiz sterben jährlich 200 Menschen an den Folgen des Passivrauchens, schätzt das BAG. Ob in der Schweiz schon bald ein Rauchverbot eingeführt werde, hänge von den politischen Prioritäten ab. In der Öffentlichkeit werde Gesundheitsschutz und Passivrauchen ein immer wichtigeres Thema (Solothurner Zeitung: 14.04.04).


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