Österreich raucht weiter
Weniger strikt als in anderen Ländern Europas ist die am 30. April von Österreichs Regierung beschlossene Regelung zum Schutz vor Passivrauchen. Diese geht vom Grundsatz der Wahlfreiheit für Wirte und Gäste bei gleichzeitig umfassendem Nichtraucherschutz aus. Begleitet wird die Regelung von wirksamen Massnahmen zum Schutz des Personals vor Passivrauch. Damit will man Plänen von EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou entgegenwirken, die über den Umweg des Arbeitnehmerschutzes einen umfassenden Schutz vor Passivrauchen in der Gastronomie erreichen möchte. (Hotel Revue: 17.05.2008).
Österreichs Züge rauchfrei
Seit dem 1. September sind Österreichs 600 bisherige Raucherwaggons rauchfrei. Die ÖBB richtet sich damit einerseits nach den Wünschen der Fahrgäste, die sich bei einer Befragung im Mai zu 90 Prozent für rauchfreie Züge ausgesprochen haben. Andererseits folgt die ÖBB dem internationalen Trend. In der Schweiz und Italien werde in Zügen schon seit Jahren nicht mehr geraucht, so Bahnchef Martin Huber. Das international vernetzte Reservierungs-System spiele beim Rauchverbot ebenfalls eine wichtige Rolle. (sda/ats, Berner Zeitung, Teletext Tele Züri, Volksblatt: 01.09.07).
Drei Nichtraucherschutz-Initiativen in Österreich
"Ärzte gegen Raucherschäden"
Gemeinsame Initiative der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP), des Instituts für Umwelthygiene der Medizinischen Universität Wien, des Instituts für Sozialmedizin der Medizinischen Universität Wien, der Österreichischen Krebshilfe und der Österreichischen Ärztekammer mit einem breiten wissenschaftlichen Beirat aus allen betroffenen medizinischen Fachdisziplinen. www.aerzteinitiative.at
"Die studentische Initiative für einen rauchfreien Studien-, Schul- & Arbeitsplatz"
Unabhängige Jugendorganisation, die sich u.a. für das gesetzliche Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden einsetzt. Die Initiative unterstützt sowohl lokale als auch internationale Initiativen von Studierenden, & dient der Vernetzung dieser untereinander, z.B. in Wien, Graz, Linz, Innsbruck & Salzburg. www.rauchfreistudieren.at
„Bürgerinitiative für generelles Rauchverbot“
Bürgerinitiative, von Eltern begründet, die für das Einführen des Rauchverbots in allen Arbeitsplätzen inklusive Lokale steht. Initianten sind nicht gegen Raucher; manche Initiatoren sind sogar Raucher. Initianten sind allerdings überzeugt von den Erfahrungen in den Ländern, wo ein solches Rauchverbot schon eingeführt wurde. Es ist eine simple, höchst-effektive Maßnahme, der auch jeweils von der Bevölkerung sehr hohe Akzeptanz entgegengebracht wird. www.generellesrauchverbot.at
Österreich ratifizierte WHO-Abkommen
WHO Wien - Österreich ratifizierte am Donnerstag als 67. von 168 Ländern das Rahmenübereinkommen der WHO zur Tabakprävention. Dabei handelt es sich um das erste derartige internationale Abkommen. "Als Gesundheitsministerin ist es mein Ziel, möglichst vielen Menschen dabei zu helfen, mit dem Rauchen aufzuhören und Jugendliche zu motivieren, gar nicht erst zu beginnen", sagte Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (ÖVP) im Plenum des Jeder Bezirk hat seine Stadtgeschichtenbezahlte Einschaltung Einer von zwei Menschen, die ein Leben lang rauchen, stirbt an den Folgen des Tabakkonsums. Vor allem Kinder sind durch Passivrauchen gefährdet. Österreich habe bei der Prävention eine Vorreiterrolle übernommen und die geforderten Maßnahmen bereits vor der Ratifizierung umgesetzt. "Ich bin froh über jeden Monat früher, in dem präventive Maßnahmen zur Gesundheitsförderung gesetzt werden", betonte die Gesundheitsministerin. In der Konvention zur Eindämmung des Tabakgebrauchs der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind erstmals auch Haftungs- und Schadenersatzverpflichtungen der Länder enthalten. Die Vertragspartner verpflichten sich darin, rechtliche Maßnahmen und Regelungen zur Eindämmung des Tabakkonsums zu treffen. Die umfassen zum Beispiel auch Werbe-, Marketing- und Sponsoring-Verbote. (Der Standard, 23.06.05)Länderübersicht

